Bestatterfreuden

Am vergangenen Wochenende war Bestattermesse in Gießen – aber keine Spur von großer Traurigkeit. Die Gespräche waren allesamt freudig. Und doch klangen in den meisten Gesprächen die eigenen Erlebnisse mit dem Tod an. Da war die Mutter, die ein Sternenkind hat. Eine andere, die ihre Tochter seit Jahren in den Tod begleitet. Eine Frau, die ihre Mutter verlor und nun das macht, was ihr wichtig ist: Urnen. Sie alle erzählten freudig von ihrem Leben – im Hospiz, der Palliativstation, der Werkstatt. Wer fröhliche Menschen treffen will, sollte auf eine Bestattermesse gehen. Auch in solchen kurzen Gesprächen findet man Reden, die begeistern.

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